Marktumfeld für Lebensversicherer bleibt schlecht: PiL befürchtet weitere Kürzungen bei bestehenden Verträgen von bis zu 19 Prozent

Marktumfeld für Lebensversicherer bleibt schlecht: PiL befürchtet weitere Kürzungen bei bestehenden Verträgen von bis zu 19 Prozent

9. Juli 2015

Contern, 9. Juli 2015. Kunden von Lebensversicherungen stehen weitere Kürzungen ihrer Policenguthaben bevor. Wie das auf den Ankauf und die Bewertung von Lebensversicherungsverträgen spezialisierte Unternehmen Partner in Life S.A. (PiL) mitteilte, ist der Grund die Bildung weiterer Finanzreserven der Versicherungsunternehmen. Die Analyse der aktuellen Wertmitteilungen von knapp 1.000 Versicherungsverträgen zeigte bereits, dass die mit dem Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) umgesetzte Kürzung der Bewertungsreserven vielen Verträgen die Wertentwicklung von drei Beitragsjahren genommen hat. „Um eine Police zu analysieren, muss man die fixen und variablen Bestandteile des Policenguthabens untersuchen und bewerten“, sagt Dean Goff, Vorstand der PiL S.A. „Und hier zeigt sich, dass bei Verträgen mit Beginn vor dem Jahr 2005 noch Kürzungspotenzial in Höhe von durchschnittlich zehn, in Einzelfällen sogar bis zu 19 Prozent besteht. Wir gehen davon aus, dass die Versicherer, um die geforderten Finanzreserven (u.a. Zinszusatzreserve) bilden zu können, genau dort den Rotstift ansetzen werden.“ Die angesprochenen reduzierbaren Anteile des Guthabens sind unter anderem die Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven und die sogenannten Schlussüberschussanteile. Dass weitere Kürzungen zu befürchten sind, zeigt sich auch an der Informationspolitik der Versicherungsunternehmen: Viele Häuser sind inzwischen dazu übergegangen, ihre Kunden in den Wertmitteilungen darauf aufmerksam zu machen, dass das andauernde Niedrigzinsumfeld auf die Policen durchschlägt und sich Finanzierungslücken, sowie Lücken in der geplanten Altersvorsorge auftun können. PiL hat im laufenden Jahr bei allen Unternehmen und Verträgen erneut eine Reduzierung der Ablaufleistungen von durchschnittlich mehr als 1,5 Prozent verzeichnet.

Es besteht nicht für alle Versicherten Handlungsbedarf.

Nach Umsetzung des LVRG weist rund die Hälfte der untersuchten Verträge nur mehr reduzierbare Anteile von knapp drei Prozent auf. „Das heißt, diese Verträge sind bereinigt und sollten sich nun stabil entwickeln“, so Goff weiter. Aber die andere Hälfte der Verträge, die ein hohes Kürzungspotenzial bergen, 

sollten dann analysiert werden, wenn sie das letzte Drittel der Laufzeit erreicht hat. „Wir empfehlen, Policen ab einer Restlaufzeit von acht Jahren auf den

Prüfstand zu stellen. Hier findet man häufig negative Fortsetzungsrenditen, so dass die vorzeitige Beendigung solcher Verträge nicht selten ratsam ist“, erklärt Goff. Zweitmarktunternehmen wie die PiL S.A. bereinigen ihre Portfolien regelmäßig um solche unrentablen Verträge. 

Verkaufen ist für viele Verbraucher besser als die Kündigung.

Die Versicherten, die eine Lebensversicherung mit geringen reduzierbaren Anteilen besitzen und diese nicht mehr weiterführen möchten, sollten vor dem Storno immer den Verkauf an ein Zweitmarktunternehmen prüfen. Viele Versicherte wissen nichts von dieser Möglichkeit.

Deshalb lande nur ein kleiner Teil der Policen, die Kunden nicht fortführen, auf dem Zweitmarkt. Laut Zahlen des GDV wurden 2013 Lebensversicherungen mit einem Volumen von 2,6 Millionen Stück gekündigt und beitragsfrei gestellt – das entspreche einer Versicherungssumme von rund 17 Milliarden Euro. Ein großer Teil dieser Versicherten hätte auf dem Zweitmarkt einen besseren Preis erzielt, als den Rückkaufswert des Versicherers, ist sich Goff sicher.  

Über Partner in Life S.A.:

Partner in Life S.A. (PiL) wurde 2001 in Luxemburg gegründet. Seither analysiert, kauft, verkauft und verwaltet das Unternehmen kapitalbildende Lebens- und Rentenversicher-ungen. PiL bietet dabei mit diversen Produkten und Dienstleistungen rund um den Zweitmarkt individuelle und verlässliche Lösungen und stellt seine Erfahrung zu bestehenden Kapitalversicherungen aus Deutschland, Österreich und Großbritannien in den Dienst von Versicherten, die Empfehlungen oder Geld zu ihren Policen suchen.

Daneben ist Partner in Life Ansprechpartner und Dienstleister für Makler, Vermögens-berater, Banken, Bausparkassen und Versicherungsspezialisten, die eine qualifizierte Bewertung der Policen ihrer Kunden benötigen. Als Partnerunternehmen eines großen europäischen Finanzkonzerns – der Schweizer Bâloise Groupe – beschäftigt das Unternehmen Versicherungskaufleute und Versicherungsfachwirte sowie Spezialisten aus den Fachbereichen Versicherungsrecht, Versicherungsmathematik und Kapitalanlage. 

PiL hat seit Gründung mehrere zehntausend Versicherungspolicen mit einem Rückkaufswertvolumen von mehreren Milliarden Euro bewertet. 

Pressekontakt:

Susanne Maack
Telefon (+49) 4174 50 20 40 4 / (+49) 170 933 17 52
E-Mail: s.maack@partnerinlife.eu

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5326 Contern
Luxembourg

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