Vorsicht bei Änderungen Ihrer Lebensversicherung

Veröffentlicht 2014-06-03

Seit Jahren werden hohe Kosten und mangelnde Effizienz zu Lebensversicherungsverträgen angeprangert. Die Fortführung einer teuren bzw. schwachen Police kann über Jahre Tausende von Euro kosten. Aber auch eine Kündigung kann einen Schaden in beträchtlicher Höhe auslösen. Doch auch die bloße Änderung – z.B. die Herausnahme einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung – kann mehr als die Hälfte des Guthabens (Rückkaufswertes) kosten.

So gesehen bei einer Police des Marktführers Allianz:
Der Berufsunfähigkeitsschutz wurde nicht mehr benötigt. Nach der Bitte um Ausschluss der Zusatzversicherung teilte die Allianz einen Rückkaufswert von knapp über Euro 9.500 mit – vor dem Ausschluss waren es aber noch knapp Euro 20.000! Der Vertrag verlor mehr als 50% seines Wertes. Die Rücknahme des Ausschlusses der BUZ wollte die Allianz nicht durchführen.

Unsere Forderung gilt nicht allein dem „Verlust“ oder „Risiko“ eines Vertrages der Sicherheit bieten soll, sondern der mangelnden Transparenz! Denn die Möglichkeit derart viel Geld zu verlieren war nicht erkennbar! Weder in der Police, noch in den Vertragsbedingungen noch in den jährlichen Wertmitteilungen war auch nur annähernd davon die Rede, dass ein Betrag von Tausenden Euro durch die Berufsunfähigkeitsversicherung gegeben ist und bei deren Kündigung unwiderruflich verloren geht! Es erfolgte auch kein Hinweis wie beispielsweise „Sie planen Ihre Zusatzversicherung aufzugeben, bitte bedenken Sie, dass Ihrem Guthaben dadurch 10.000 Euro abgezogen werden!“. Und als die Zusatzversicherung wieder aktiviert werden sollte – nachdem der Verlust erkennbar wurde – verweigerte der Versicherer dies.

Vorsicht ist somit geboten bei Fortführen, Kündigen und auch Ändern der Police!
Lösung: Expertenrat einholen, Transparenz erhöhen (auch durch den Gesetzgeber)!

(Ab)Hilfe ist notwendig, solange es erlaubt ist, für den Kunden wichtige Informationen zu verschweigen, oder in einem Dschungel aus Worten und Zahlen zu verstecken. Häufig wird für die Existenz solcher Verluste keine schlüssige Erklärung geliefert, wo hier der Schutz der Versichertengemeinschaft liegt. In anderen Fällen - so unsere Forderung - muss den Kunden vor Vertragsabschluss und auch während der Vertragslaufzeit ausreichend deutlich gemacht werden, welche Vertragswerte im Vertrag reserviert werden oder vollständig verloren gehen wenn er gekündigt, fortgeführt oder auch nur verändert wird.

Der aktuelle Referentenentwurf der es den Versicherern ermöglichen soll, Bewertungsreserven nicht mehr ausschütten zu müssen, sieht als Gegenleistung eine verbesserte Transparenz vor. Wir haben die Hoffnung, dass damit auch Regelungen gemeint sind, die dem Versicherer solche unangekündigten Reduktionen verbieten – oder ihn zumindest dazu verbindlich verpflichten, die Kunden vorher verständlich und leicht erkennbar darüber zu unterrichten.

Bis dahin sollten Kunden Ihren Vertrag durch Experten wie Partner in Life gründlich prüfen lassen. So ist schnell klar, welche Änderung zu Verbesserungen führen und Schaden wird vermieden.


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